KITESURFEN, WINGFOILEN ODER WINDSURFEN: WAS PASST AM BESTEN ZU EUCH?
Am Strand ist der Anblick oft ähnlich: Ein Kitesurfer lässt sich von seinem Kite aufs Meer hinausziehen. Ein Wingfoiler hält seinen Wing mit beiden Händen knapp über dem Wasser. Und ein Windsurfer gleitet scheinbar mühelos gegen den Wind. Drei Sportarten, drei unterschiedliche Erlebnisse und eine Frage, die wir bei ION CLUB immer wieder hören: Mit welcher Sportart solltet ihr anfangen?
Die eine perfekte Sportart gibt es nicht. Entscheidend sind die Windbedingungen, das Material, wie viel Zeit ihr zum Lernen mitbringt und vor allem, worauf ihr auf dem Wasser Lust habt.
WINGFOILEN: DER EINFACHSTE EINSTIEG IN DEN WASSERSPORT
Wingfoilen gehört heute zu den beliebtesten Wassersportarten für Anfänger. Ihr haltet einen leichten Wing in den Händen, unter eurem Board befindet sich ein Foil, und der Einstieg ist relativ einfach. Mit guten Lehrern, der richtigen Anleitung und etwas Übung kann fast jeder Wingfoilen lernen, auch ohne Vorkenntnisse im Wassersport.
Ein weiterer Vorteil ist das Material. Für den Anfang braucht ihr ein Board mit etwa 120 Litern Volumen, ein Foil und einen Wing, der sich klein zusammenfalten und im Rucksack verstauen lässt. Das Ganze ist deutlich einfacher zu transportieren als ein Windsurfmast mit großem Segel. In unserem Wingfoil-Materialguide erfahrt ihr Schritt für Schritt, welche Ausrüstung zu euch passt.
Ein großer Pluspunkt beim Wingfoilen ist außerdem, dass ihr dafür nicht besonders viel Wind braucht. Ideal sind etwa 20 Knoten, erfahrene Wingfoiler kommen aber schon bei 12 bis 13 Knoten aufs Foil. So könnt ihr öfter aufs Wasser, auch an Spots mit weniger Wind.
KITESURFEN: AM ANFANG ANSPRUCHSVOLLER, DANACH UMso SPANNENDER
Kitesurfen ist am Anfang etwas anspruchsvoller zu lernen. Ihr müsst den Kite kontrollieren, das Windfenster verstehen und Board und Leinen richtig koordinieren. Für die Grundlagen braucht ihr in der Regel mindestens 12 Stunden Unterricht und genügend Wind, damit der Kite euch richtig ziehen kann.
Genau das macht Kitesurfen aber auch so besonders. Sobald ihr die Grundlagen beherrscht, könnt ihr eure ersten Sprünge wagen, bei unterschiedlichen Bedingungen surfen, egal ob in Wellen, auf Flachwasser oder bei Kabbelwasser, und ein Gefühl von Freiheit erleben, das kaum eine andere Wassersportart bietet. In unserem Kitesurf-Materialguide erfahrt ihr, welcher Kite und welches Board am besten zu eurem Level passen.
UND WAS IST MIT WINDSURFEN?
Windsurfen gehört zu den Klassikern unter den Wassersportarten und hat den Weg für viele andere Disziplinen geebnet. Es ist bis heute eine Sportart für sich, bei der ihr Schritt für Schritt dazulernt. Schon nach wenigen Stunden könnt ihr eure ersten Strecken geradeaus surfen. Bis ihr Wenden und Halsen sicher beherrscht, braucht es allerdings mehrere Tage regelmäßige Übung. Auch die richtige Segelgröße spielt eine wichtige Rolle. Sie sollte zu eurem Level und den aktuellen Windbedingungen passen.
Beim Windfoilen, der modernen Variante des Windsurfens, sieht es etwas anders aus. Ohne solide Grundlagen im klassischen Windsurfen ist der Einstieg ziemlich schwierig. Ihr solltet bereits sicher auf dem Board stehen und euer Segel gut kontrollieren können. Für komplette Anfänger ist Windfoilen deshalb nicht geeignet.
WINDBEDINGUNGEN: DAS WICHTIGSTE KRITERIUM BEI DER WAHL EURER WASSERSPORTART
Bevor ihr euch Gedanken über euer Level macht, solltet ihr auf die Windbedingungen achten. Ein Spot mit durchschnittlich 12 bis 15 Knoten ist ideal zum Wingfoilen und eignet sich auch zum klassischen Windsurfen. Als Kitesurf-Anfänger werdet ihr bei solchen Bedingungen dagegen öfter am Strand warten müssen.
Bei 20 Knoten oder mehr sieht es anders aus. Dann bieten viele Spots gute Bedingungen für alle drei Sportarten. Deshalb lohnt es sich, vor der Buchung eines Kurses nicht nur euer eigenes Level, sondern auch die typischen Windbedingungen am Spot zu berücksichtigen.
Spots mit besonders starkem Wind um die 35 Knoten sind vor allem bei erfahrenen Windsurfern beliebt.
KITESURFEN, WINGFOILEN ODER WINDSURFEN: WAS IST AM SICHERSTEN?
Diese Frage hören wir fast genauso oft wie die Frage, welche Sportart am einfachsten zu lernen ist. Kitesurfen gilt oft als etwas gefährlicher, vor allem wegen der starken Zugkraft des Kites, wenn ihr die Kontrolle verliert. Allerdings gehört beim Kitesurfen ein Sicherheitssystem zur Ausrüstung, dessen Umgang ihr gleich in den ersten Unterrichtsstunden lernt. Gute Betreuung, ein zuverlässiges Auslösesystem und ein Rettungsboot auf dem Wasser helfen dabei, die Risiken von Anfang an deutlich zu reduzieren.
Beim Wingfoilen sieht das etwas anders aus. Der Wing zieht euch nicht dauerhaft wie ein Kite. Wenn nötig, könnt ihr ihn einfach loslassen. Das gibt gerade Anfängern oft ein sichereres Gefühl auf dem Wasser. Beim Windsurfen gibt es keinen separaten Kite, der euch zieht. Dadurch ist die Kontrolle in dieser Hinsicht einfacher. Die größte Herausforderung am Anfang ist meist, das Gleichgewicht auf dem Board zu halten.
KITESURFEN, WINGFOILEN ODER WINDSURFEN: WAS PASST AM BESTEN ZU EUCH?
Wenn ihr wenig Zeit habt und schon bei den ersten Sessions Fortschritte machen möchtet, sind Wingfoilen oder Windsurfen wahrscheinlich die beste Wahl. Habt ihr bereits Erfahrung mit Boardsportarten wie Skaten, Surfen oder Snowboarden und seid bereit, etwas mehr Zeit ins Lernen zu investieren, könnte Kitesurfen genau das Richtige für euch sein.
Wenn ihr einen echten Klassiker unter den Wassersportarten sucht, bei dem ihr das Gleiten übers Wasser genießen und auch bei stärkerem Wind Spaß haben könnt, ist Windsurfen nach wie vor eine super Wahl.
Eine falsche Entscheidung gibt es nicht. Wichtig ist, was am besten zu euch passt, wie viel Zeit ihr mitbringt, welche Windbedingungen euch erwarten und wie viel Lust ihr habt, etwas Neues zu lernen.
KITESURFEN, WINGFOILEN UND WINDSURFEN IN EINEM URLAUB
Für erfahrene Wassersportler gibt es bei uns die Multisport Rental Option. Damit könnt ihr je nach Windbedingungen und Lust und Laune zwischen Kitesurf-, Wingfoil- und Windsurfmaterial wechseln.
So könnt ihr während eures Urlaubs verschiedene Wassersportarten genießen, ohne euch schon vor der Reise auf eine einzige festlegen zu müssen.
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